Luftschadstoffe

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt verkehrsbedingter Feinstaub in Österreich unter anderem zu 40.000 Asthmaanfällen bei Erwachsenen und zu 2.400 Todesfällen durch Herz- und Lungenerkrankungen bei Erwachsenen über 30 Jahren.[i] Ein Expertenbericht[ii] einer Dreiländerstudie Österreich/Frankreich/Schweiz beziffert die Gesundheitskosten aufgrund verkehrsbedingter Luftschadstoffe für Österreich auf 2,1 Milliarden Euro.



[i] VCÖ-Hintergrundbericht (2006): Feinstaub und Verkehr

[ii] Expertenbericht: Externe Gesundheitskosten durch verkehrsbedingte Luftverschmutzung - eine Dreiländerstudie von Oesterreich, Frankreich und der Schweiz,

http://www.admin.ch/cp/d/37788EA6.13AEDA78@mbox.gsuvek.admin.ch.html

 

 


Lärm

Lärmbelastung wirkt unterschwellig. Gehörschäden treten eher selten auf, da die Pegelspitzen kaum die Grenze für Dauerschäden von 120 Dezibel erreichen. Trotzdem sind gesundheitliche Auswirkungen von Schlaf- und Kommunikationsstörungen bis zum Herzinfarkt statistisch nachweisbar. Laut Mikrozensus der Statistik Austria werden mehr als 1,7 Millionen Österreicher durch den Verkehrslärm stark oder sehr stark belästigt.

Ähnlich wie für die Kosten von Luftschadstoffen gibt es auch für den Bereich Lärm nur wenige Studien und Daten. Die besten kommen aus der Schweiz. Im Jahr 2002 hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation die Ecoplan-Studie zum Thema verkehrsbedingte Lärmkosten für die Schweiz vorgelegt. Die errechneten Gesundheitskosten betrugen damals rund 0,35 % der gesamten Gesundheitsausgaben.[i] Hochgerechnet auf Österreich kann daraus abgeleitet ein Wert von beinahe 120 Millionen Euro angenommen werden.

 

[i] Sommer, Heini, Ecoplan (2002): Verkehrsbedingte Lärmkosten in der Schweiz, Bern.


Bewegungsmangel

 

Physische Aktivitäten, sei es Gehen, Radfahren oder Tanzen, haben nach Ansicht der WHO signifikante Auswirkungen für die Gesundheit. Bewegung kann demnach das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Übergewicht und Osteoporose deutlich reduzieren. Ausreichend Bewegung wirkt aber auch vorbeugend gegen Bluthochdruck, Gefäßverkalkung, erhöhte Cholesterinwerte, Karies, einige Tumore sowie Leber- und Nierenerkrankungen, Stress, Depressionen und Alterungserscheinungen im Allgemeinen. Gerade die Zunahme des motorisierten Verkehrs hat dazu geführt, dass der Bewegungsmangel in allen Bevölkerungsschichten zunimmt. Allein zwischen den Jahren 1995 und 2003 ist die Anzahl der Wege, die Kinder im Auto zurücklegen, um 38 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind die Wege, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, stark rückläufig.